Ernährung

Wenn es einfach mal etwas Süßes sein darf – Schokoladenkuchen ohne Mehl

Es gibt Tage, da braucht man keinen perfekten Ernährungsplan, keine neue Tabelle und auch keine weitere Liste mit Dingen, die man angeblich essen oder lieber nicht essen sollte. Manchmal hat man einfach Lust auf etwas Süßes. Auf ein kleines Stück Kuchen, eine Tasse Kaffee dazu und für einen Moment einfach nur Genuss.

Gerade seit meiner Diagnose beschäftige ich mich natürlich viel bewusster mit dem Thema Ernährung. Was vertrage ich? Was bekommt mir gerade nicht so gut? Was funktioniert an einem guten Tag und was vielleicht während einer empfindlicheren Phase überhaupt nicht? Ich glaube, viele Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung kennen diese Gedanken nur zu gut.

Dabei möchte ich mir eines trotzdem nicht nehmen lassen: Essen soll für mich nicht nur aus Vorsicht bestehen. Es gehört für mich auch Lebensqualität dazu. Und Lebensqualität kann manchmal eben auch ein Stück Schokoladenkuchen sein. 😊

Ein Rezept, über das ich gestolpert bin

Beim Stöbern bin ich auf der Seite CED-trotzdem-ich.de auf ein Rezept für einen Schokoladenkuchen ohne Mehl gestoßen. Und ich fand die Idee sofort interessant genug, um sie hier mit euch zu teilen.

Wichtig ist mir dabei gleich zu Beginn: Das Rezept stammt nicht von mir. Das Originalrezept findet ihr auf CED-trotzdem-ich.de. Ich möchte es hier bewusst nicht einfach kopieren, sondern euch die Seite und die Idee dahinter als persönliche Empfehlung weitergeben.

👉 Originalrezept: https://www.ced-trotzdem-ich.de/rezeptsammlung/gebaeck/schokoladenkuchen

Für die genauen Mengenangaben und die vollständige Zubereitung schaut bitte direkt beim Original vorbei. Dort ist alles Schritt für Schritt beschrieben.

Warum mich gerade dieses Rezept angesprochen hat

Was mir daran gefällt, ist zunächst einmal die überschaubare Idee dahinter. Der Kuchen kommt ohne Mehl aus. Als Basis werden unter anderem halbbittere Schokolade, Kokosöl, Ahornsirup, Eier, etwas Vanille und Salz verwendet.

Auf der Originalseite wird das Rezept außerdem als vegetarisch, glutenfrei und laktosefrei gekennzeichnet. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass deshalb jeder Mensch mit Colitis ulcerosa diesen Kuchen problemlos verträgt. Genau das wäre wieder eine dieser pauschalen Aussagen, die ich auf DarmMut eigentlich vermeiden möchte.

Denn wenn ich in der letzten Zeit etwas gelernt habe, dann ist es, wie unterschiedlich unser Körper reagieren kann.

Der eine verträgt etwas ohne jedes Problem. Beim nächsten Menschen sieht es völlig anders aus. Und manchmal verträgt man ein Lebensmittel an einem Tag gut und einige Wochen später fragt man sich plötzlich, warum der eigene Darm jetzt eine ganz andere Meinung dazu hat.

Deshalb sehe ich solche Rezepte nicht als „CED-Rezept, das immer funktioniert“, sondern als Inspiration.

Süßes muss für mich kein schlechtes Gewissen bedeuten

Wenn man sich nach einer Diagnose mit Ernährung beschäftigt, kann das irgendwann ziemlich anstrengend werden.

Man liest etwas über Zucker, Fett, Ballaststoffe, Milchprodukte, Gluten, Zusatzstoffe und gefühlt hundert andere Dinge. Dann findet man den nächsten Artikel, der etwas anderes sagt. Dazu kommen Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen, die natürlich ebenfalls völlig unterschiedlich sind.

Und irgendwann sitzt man da und fragt sich fast schon bei jedem Lebensmittel: „Darf ich das überhaupt noch?“

Genau von diesem Gedanken möchte ich für mich persönlich ein bisschen wegkommen.

Natürlich achte ich darauf, wie es mir geht. Natürlich beobachte ich meinen Körper. Und wenn ich merke, dass mir etwas nicht bekommt, dann muss ich das ernst nehmen.

Aber ich möchte mir nicht das Gefühl angewöhnen, dass ein Stück Kuchen automatisch etwas „Verbotenes“ ist.

Wenn es mir gut geht und mein Bauch mitspielt, dann darf es für mich hin und wieder auch etwas Süßes sein. Nicht jeden Tag und nicht in riesigen Mengen – sondern einfach als kleiner Genuss zwischendurch.

Und genau dafür finde ich diesen Schokoladenkuchen interessant.

Eine kleine Zutatenliste, viel Schokolade

Schon beim Lesen des Originalrezepts fällt auf, dass dafür keine endlose Zutatenliste notwendig ist.

Schokolade steht natürlich ziemlich deutlich im Mittelpunkt – wie es sich für einen Schokoladenkuchen gehört. 😄 Dazu kommen nur wenige weitere Zutaten. Das gefällt mir persönlich grundsätzlich besser als Rezepte, bei denen man erst einmal zwanzig verschiedene Dinge kaufen muss, von denen die Hälfte danach monatelang im Küchenschrank steht.

Auch die Zubereitung wirkt im Original angenehm überschaubar. Mehr möchte ich an dieser Stelle bewusst gar nicht vorwegnehmen, denn das Rezept und die genaue Anleitung gehören den Menschen, die es auf CED-trotzdem-ich.de veröffentlicht haben.

Wenn euch die Idee also genauso anspricht wie mich, klickt einfach zum Originalrezept weiter.

Kein Ernährungstipp für alle – sondern ein Fundstück zum Ausprobieren

Dieser Punkt ist mir wichtig.

Ich möchte mit der Kategorie Ernährung auf DarmMut keinen klassischen Ernährungsratgeber aufbauen, bei dem ich euch sage: „Das müsst ihr essen“ oder „Das dürft ihr auf keinen Fall essen.“ Dafür ist Colitis ulcerosa meiner Erfahrung nach viel zu individuell.

Ich möchte hier vielmehr Dinge sammeln, die mir auffallen, die ich interessant finde oder die vielleicht einen Versuch wert sein könnten.

Manche Rezepte werden für den einen wunderbar funktionieren und für den anderen überhaupt nicht. Das ist völlig in Ordnung.

Bei Schokolade beispielsweise kann es genauso individuelle Unterschiede geben wie bei vielen anderen Lebensmitteln. Deshalb würde ich gerade bei einem neuen Rezept immer klein anfangen und schauen, wie der eigene Körper damit umgeht.

Und wenn man gerade mitten in einem Schub steckt oder bestimmte Lebensmittel momentan bewusst meidet, ist vielleicht einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Aber an einem guten Tag?

Warum nicht. 😊

Essen ist eben auch ein Stück Normalität

Seit meiner Diagnose habe ich gemerkt, wie schnell Essen plötzlich zu einem medizinisch wirkenden Thema werden kann.

Vorher denkt man darüber meistens gar nicht so ausführlich nach. Man hat Hunger, man isst etwas. Man hat Lust auf Kuchen, also gibt es Kuchen.

Mit Colitis ulcerosa verändert sich diese Selbstverständlichkeit manchmal.

Plötzlich beobachtet man. Man hinterfragt. Man erinnert sich daran, was man gestern gegessen hat, wenn es heute im Bauch rumort. Man sucht Zusammenhänge, obwohl vielleicht gar keiner vorhanden ist.

Ich glaube deshalb, dass es für mich genauso wichtig ist, nicht nur über das zu schreiben, was schwierig ist.

DarmMut soll auch Platz für die ganz normalen und schönen Dinge haben.

Ein gutes Essen. Ein Rezept, das interessant klingt. Ein Stück Kuchen. Ein Moment, in dem die Erkrankung einfach mal nicht im Mittelpunkt steht.

Denn am Ende möchte ich trotz Colitis ulcerosa nicht ausschließlich Patient sein.

Ich möchte auch einfach Florian sein, der manchmal Lust auf etwas Süßes hat. 😉

Meine Empfehlung: anschauen und selbst entscheiden

Wenn ihr also gerade auf der Suche nach einer Idee für etwas Schokoladiges seid, schaut euch das Rezept einmal an.

Vielleicht passt es zu euch. Vielleicht möchtet ihr es ausprobieren. Vielleicht entdeckt ihr auf der Seite sogar noch ein ganz anderes Rezept, das euch mehr anspricht.

Ich finde jedenfalls, dass solche Fundstücke einen Platz auf DarmMut verdient haben. Nicht als Versprechen, dass sie jeder verträgt, sondern als Inspiration für den Alltag.

Und genau unter diesem Gedanken möchte ich künftig auch weitere Beiträge in der Kategorie Ernährung sammeln.

Nicht: „So musst du essen.“

Sondern eher:

„Schau mal, das habe ich entdeckt – vielleicht ist es auch etwas für dich.“ 💜

Und manchmal braucht es eben gar nicht mehr als das.

Vielleicht noch eine Tasse Kaffee dazu. ☕🍫


Originalrezept & Quelle

Das vorgestellte Rezept „Schokoladenkuchen ohne Mehl“ stammt von CED-trotzdem-ich.de. Die vollständigen Zutatenmengen und die komplette Zubereitung findet ihr ausschließlich beim Original:

https://www.ced-trotzdem-ich.de/rezeptsammlung/gebaeck/schokoladenkuchen

Dieser DarmMut-Beitrag ist eine persönliche redaktionelle Empfehlung und keine Übernahme oder eigene Urheberschaft des Rezepts.

Persönlicher Hinweis

Meine Beiträge zur Ernährung beschreiben persönliche Gedanken und Empfehlungen und ersetzen keine individuelle medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung. Bei Colitis ulcerosa kann die Verträglichkeit von Lebensmitteln von Mensch zu Mensch und auch je nach Krankheitsphase unterschiedlich sein.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert